Montage der Namentafeln

 

Am 1. September 2015 montierten Mitglieder der Initiative "Blumen für Gudendorf" 12 Tafeln mit den bis jetzt ermittelten 310 Namen von Opfern des Lager Gudendorf. 

Projekt Namentafeln

Seit vielen Jahren bemüht sich die Initiative, Namen der im Lager Gudendorf umgekommenen und hier verscharrten Opfer ausfindig zu machen. nach der Öffnung der Archive in der ehemaligen Sowjetunion stehen Unterlagen zur Verfügung, die die bisherige spärliche Quellenlage erweitern.

Die nun dokumentierten Namen wurden von der Initiative „Blumen für Gudendorf“ in Zusammenarbeit mit der „Stiftung Sächsische Gedenkstätten“ ermittelt. Sie sind erschütternde Zeugnisse. 

Der Kieler Landschaftsarchitekt Holger Muhs hat eine Planungsgrundlage für eine Präsentierung der jetzt bekannten 310 Namen erarbeitet und sie folgendermaßen kommentiert:

"Das Cortenstahl-Band mit den Namentafeln befindet sich an zentraler Stelle - als Begrenzung der hofartig aufgeweiteten Pflasterfläche vor den Stufen zum Ehrenmal. Es ist, entsprechend der hohen Bedeutung der bisher bekannten Namen, die aus der Anonymität herausführen, an wichtiger Stelle der Gesamtanlage angeordnet - ohne jedoch den Charakter der denkmalkünstlerisch und landschaftsarchitektonisch wertvollen Anlage zu verändern." Es ist zu hoffen, dass noch weitere Namen dokumentiert werden können. Auf dem Stahlband mit dem Namenverzeichnis verbleibt noch viel Platz. Die freien Flächen zwischen den Tafeln weisen auf die namenlosen Toten hin.

Die offizielle Präsentation der Namentafelnn findet am Samstag, 17. Oktober 2015, um 14 Uhr an der Gedenkstätte statt.

 

 

 

 

 

 

Rosentaufe "Friedenslicht"

   

Heide Simonis und Organisatorin Karin Penno-Brumeister 
(Mitte) taufen das "Friedenslicht". Foto: B.Stahn

 

Friedenslicht für die Gedenkstättenarbeit

Anlässlich des 8. Mai 2015, dem Ende des Zweiten Weltkrieges, fand im schleswig-holsteinischen Schloss Gottorf eine Rosentaufe statt. Taufpatin war die ehemalige schleswig-holsteinische Ministerpräsidentin Heide Simonis

Tantau Uetersen gibt die Rose Friedenslicht als Charity- Rose zugunsten der Erinnerungskultur in Schleswig-Holstein heraus, das internationale Synonym lautet Memorial Rose. Von jeder verkauften Pflanze kommt ein Euro den Gedenkstätten und Erinnerungsorten in SH zugute.

An jeder der dreizehn Gedenkstätten und Erinnerungsorte in Schleswig-Holstein werden jetzt Friedenslicht-Rosen gepflanzt. Wer diese Arbeit unterstützen möchte und auch Freude an Rosen hat, kann die Rose Friedenslicht ab Oktober direkt bei Rosen Tantau in Uetersen erwerben unter www.rosen-tantau.com.

 

Buchvorstellung

  Die drei sowjetischen Kriegsgefangenen Marko Bowenko, Roman Grankin und Iwan Warmolow sind in Gudendorf (Dithmarschen) gestorben und begraben. An Hand erhalten gebliebener Karteikarten wird ihr Schicksal in dem Band von Georg Friedrich Gerchen  nachvollzogen. Sie stehen stellvertretend für mehr als 3,3 Millionen sowjetischer Kriegsgefangener, die die Befreiung aus der deutschen Kriegsgefangenschaft nicht erlebten. In einem Anhang wir erläutert, wie die nationalsozialistische Ideologie der Wehrmacht zu diesem Massenmord führte. Georg Friedrich Gerchen, Grablage: russ. Friedhof Gudendorf b/Meldorf. ISBN 978-3-7375-4279-1. Preis Euro 3,60. Bestellung an: G.F. Gerchen, Email: gf.gerchen(at)yahoo.de, Tel: 04836/8124.

Nachruf

 Wir haben Abschied nehmen müssen von einem Freund, der wie kaum ein anderer die Friedensbewegung nach 1945 prägte. 

Anbei ein „anderer“ Nachruf von Jörg Wollenberg, der in der nächsten (Juli-) Ausgabe von „Sozialismus erscheinen wird, ergänzt um einen „anderen“ Elser.

 

 

Weiterlesen: Nachruf